Die Vereinigte Volksbank feiert im Jahr 2012 ihr 150-jähriges Bestehen. Neben den alltäglichen Sorgen um die Entwicklung des Euros und die weitere wirtschaftliche Entwicklung in unserem Lande tangieren den Vorstandsvorsitzenden und den Pressesprecher der Vereinigten Volksbank im Blick auf die reiche und lange Geschichte der Bank verschiedene Aspekte. Im Interview zeigen beide auf, welche Gedanken für sie angesichts des Jubiläums von besonderer Bedeutung sind …
UP: Herr Klotz, gibt es denn etwas, was Ihnen spontan einfällt, wenn Sie an das kommende Jubiläumsjahr 2012 denken?
WK: In erster Linie Freude und Dankbarkeit sowie der Gedanke, dass unser genossenschaftlicher Auftrag so aktuell ist wie in den Gründerzeiten. Gestern, heute und morgen geht es um die Zukunft der Menschen in unserer Region. Unser Grundauftrag ist in besonderer Weise und untrennbar mit der Region verknüpft.
UP: Die Vereinigte Volksbank hat in den Kreisen Böblingen und Calw ihr Geschäftsgebiet. Gibt es denn einen sicheren Hinweis auf den ältesten Zweig der Bank?
WK: Selbstverständlich können wir das ganz genau sagen. Am 23. April 1862, also vor demnächst exakt 150 Jahren, wurde unsere Bank als „Handwerkerbank Calw“ von damals weitsichtigen Calwer Bürgern gegründet. Übrigens wurden ein Jahr später – also 1863 – die Handwerkerbank Sindelfingen, 1864 die Gewerbebank Böblingen, 1865 die Handwerkerbank Weil der Stadt gegründet, 1902 dann der Darlehenskassenverein Schönaich.
UP: Genossenschaften behaupten immer, sie seien die wirklichen Partner des Mittelstands und breiter Bevölkerungskreise. Ist das denn tatsächlich so?
WK: In der Tat! Dabei ist diese Feststellung nicht nur eine geschmeidige werbliche Aussage, sondern eine von ihrer Gründung her gewachsene Wahrheit. Und auch wenn es manche für zu abgehoben halten: Eine genossenschaftliche Bank wie die Vereinigte Volksbank ist viel mehr als eine wirtschaftliche Unternehmensform. Sie ist Ausdruck von Selbstbewusstsein, von Fähigkeit zur Zusammenarbeit und lösungsorientiertem Handeln.
UP: Gibt es denn trotz Euro-Krise einen Anlass zum Feiern im kommenden Jahr?
WK: Selbstverständlich, denn wenn wir als genossenschaftliche Bank für das kommende Jahr keinen Anlass zum Feiern hätten, würden das unsere Aktionäre und Kunden kaum verstehen. Wir werden das ganze Jahr 2012 über ständig im Sinne von „Mitfreuen, Mitfeiern, Mitjubeln“ von uns hören lassen und auf besondere Angebote und Veranstaltungen hinweisen. Verraten werde ich im Augenblick nur so viel: Freuen Sie sich auf „150 Jahre Vereinigte Volksbank“!
UP: Vielen Dank, Herr Klotz!