Seit Juli 2005 wird ein Nachhaltigkeitsfaktor in die Berechnung der Rentenanpassung einbezogen. Damit wird das prozentuale Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern sowie die Situation auf dem Arbeitsmarkt bei der jährlichen Anpassung der Rentenhöhe berücksichtigt. Denn dieses Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern wird sich in den kommenden Jahren dramatisch verschieben.

 

Bevölkerungszahl sinkt deutlich

Bis 2050 wird die Bevölkerungszahl in Deutschland von derzeit etwa 82 Millionen Menschen auf rund 68 Millionen Einwohner zurückgehen. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes und des Gesamtverbandes der Versicherungen hervor. Vor allem die geringere Geburtenrate, die Lebenserwartung sowie das Ausmaß von Aus- und Zuwanderung (sowie das Alter der Aus- und Zuwanderer) spielen bei der Bevölkerungsentwicklung eine Rolle.

Nach Angaben der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) ist die durchschnittliche Lebenserwartung 65-Jähriger Menschen seit 1970 um drei bis vier Jahre gestiegen. So ist die Lebenserwartung für Männer auf etwa weitere 15 Lebensjahre und für Frauen auf über weitere 19 Lebensjahre gestiegen. Zugleich sind die Geburtenraten von zwei Kindern pro Frau Anfang der 70er Jahre auf unter 1,5 Kinder pro Frau gesunken.

 

So kommt es zu einem langfristigen Bevölkerungsrückgang. Die Statistiker in Deutschland erwarten eine Fortsetzung des Trends der vergangenen 30 Jahre. Bis 2050 werden stets mehr Menschen sterben, als Kinder zur Welt kommen.

 

"Alterspyramide" verschiebt sich

In Folge des niedrigen Geburtenniveaus wird sich der Bevölkerungsaufbau (auch Alterspyramide genannt) zu den älteren Jahrgängen verschieben: Der Anteil der unter 20-Jährigen wird von aktuell 21 Prozent der Bevölkerung (17 Millionen) in den kommenden vier Jahrzehnten auf 16 Prozent (12 Millionen) sinken. Die Gruppe der mindestens 60-Jährigen wird sich dagegen auf 37 Prozent (28 Millionen) mehr als verdoppeln. 80 Jahre oder älter werden im Jahr 2050 rund 9,1 Millionen Personen und damit zwölf Prozent der Bevölkerung sein.

Gravierende Auswirkungen auf die Alterssicherung

 "Diese Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung haben gravierende Auswirkungen auf die Alterssicherung", stellt die BfA in einer Studie fest. Dabei seien sowohl der Bereich gesetzliche Rentenversicherung als auch der Bereich der betrieblichen Altersversorgung und der privaten Altersvorsorge betroffen.

 

Grund genug, sich rechtzeitig um seine private Vorsorge zu kümmern!

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