Stand: 06.08.2021

Nachweispflicht bei Bareinzahlungen

Neue gesetzliche Regelung für Beträge über 10.000 Euro

Was Sie ab sofort beachten müssen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 08. Juni 2021 neue Anforderungen an den Umgang mit Bareinzahlungen veröffentlicht.

Bei Bareinzahlungen von mehr als 10.000,00 EUR auf Ihr Konto besteht ab dem 08.08.2021 die Verpflichtung für die Bank, von Ihnen einen Nachweis über die Herkunft der Gelder einzufordern.

Bei den Einzahlungen von mehr als 10.000 Euro müssen wir Sie daher bitten, einen geeigneten Beleg über die Herkunft des Geldes unverzüglich vorzulegen. Dies gilt auch bei Einzahlungen in mehreren Teilbeträgen, wenn die Summe der Teilbeträge 10.000 EUR überschreitet.

Aussagekräftige Belege als Herkunftsnachweis können insbesondere sein:

  • ein aktueller Kontoauszug, aus dem sich die Bareinzahlung plausibilisieren lässt (Nachweis einer vorhergehenden Barauszahlung),
  • ein aktueller Kontoauszug bzgl. des Kontos eines Dritten, aus dem die Barauszahlung hervorgeht (Handeln im Namen einer dritten Person), ergänzt um weitere Dokumente und Informationen zu dem Dritten,
  • Barauszahlungsquittungen einer anderen Bank,
  • Sparbücher des Kunden, aus denen die Barauszahlung hervorgeht,
  • Verkaufs- und Rechnungsbelege (z. B. Belege zum Autoverkauf, Goldverkauf),
  • Quittungen bezüglich getätigter Sortengeschäfte,
  • letztwillige vom Nachlassgericht eröffnete Verfügungen,
  • Schenkungsverträge, Schenkungsanzeige

Diese Aufzählung ist nicht abschließend.

In Einzelfällen können auch Nachweise über Todesfälle, Hochzeiten oder Geburtstage als Herkunftsnachweise dienen. Die Mittelherkunft ist von der Bank zu dokumentieren. Wir weisen darauf hin, dass Kreditinstitute im Falle von fehlenden oder nicht ausreichenden Nachweisen die Meldeverpflichtungen des Geldwäschegesetzes, insbesondere nach § 43 Geldwäschegesetz, zu beachten haben.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Bareinzahlungen von mehr als 10.000 Euro künftig nur noch bei Vorlage eines entsprechenden Belegs entgegennehmen können. Für Fragen oder weitere Informationen stehen Ihnen unsere Beraterinnen und Berater gerne zur Verfügung.