Mit einem Fonds flexibel bleiben

„Kursschwankungen sind selbstverständlich“

Hart für das Geld arbeiten, ist die eine Seite. Darüber nachdenken, wie sich das verdiente Geld vermehren lässt, die andere. In Sachen Geldanlagen hat der Bundesbürger Bildungslücken. Nach einer Studie zur Geldanlage weiß gerade mal ein Viertel der Deutschen genau, was ein Fondssparplan ist.

Karlheinz Sanwald, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbank, rät zu einem kontinuierlichen Fondssparen. Bild: Hoffmann

Die SZ/BZ (Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung http://wwwszbz.de) sprach mit Karlheinz Sanwald, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Vereinigten Volksbank, über Fonds und Fondssparpläne, deren Vorteile und Risiken.


Viele Menschen wissen über Fondssparpläne zum Vermögensaufbau nicht oder nicht gut Bescheid.

Karlheinz Sanwald: „Ja, hier besteht noch Beratungs- und Handlungsbedarf. Unser Fondspartner
Union Investment untersucht dies regelmäßig in einer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, zuletzt im vierten Quartal 2013. Demnach haben zwar mehr als vier Fünftel der Befragten schon einmal etwas über Fondssparpläne gehört, gesehen oder gelesen. Jedoch nur ein Viertel von diesen weiß genau, wie Fondssparpläne funktionieren.“

 

Was ist besonders interessant an Fondssparplänen?

Karlheinz Sanwald: „In bequemen Schritten, meist schon ab 50 Euro, zahlen Sie regelmäßig Geld in einen Investmentfonds ein. So können Sie sich langfristig ein finanzielles Polster schaffen. Flexibel bleiben Sie dabei trotzdem, denn Sie können Ihre Beiträge jederzeit aussetzen, ändern oder über das Guthaben verfügen.“

 

Was passiert genau mit dem eingezahlten Geld?

Karlheinz Sanwald: „Sie entscheiden sich, am besten zusammen mit Ihrem Berater, für einen Investmentfonds, der zu Ihnen passt. Ihr Geld legen die Experten dann beispielsweise in ausgesuchten Aktien oder verzinslichen Wertpapieren oder in einer Mischung aus beiden an. Auch wenn Sie zum Beispiel nachhaltig investieren möchten oder bestimmte Anlageregionen bevorzugen, gibt es dafür Lösungen.“

 

Das klingt nach einer sehr individuellen Anlagelösung. Gibt es auch Risiken?

Karlheinz Sanwald: „Kursschwankungen sind selbstverständlich möglich. Wie hoch sie sind, hängt von der Auswahl des Fonds ab. Doch Kursschwankungen haben auch einen positiven Aspekt für Anleger: Zahlen Sie regelmäßig über einen Fondssparplan ein, kaufen Sie bei niedrigen Kursen mehr, bei höheren Kursen weniger Fondsanteile. Langfristig gesehen kaufen Sie in der Regel also insgesamt günstiger ein, über den sogenannten Durchschnittskosteneffekt.“

 

Was steckt hinter einem so genannten bedürfnisorientierten Ansparplan?

Karlheinz Sanwald: „Wer in höher rentierliche Anlagen investieren möchte, kann über einen bedürfnisorientierten Ansparplan nachdenken. Bedürfnisorientiert heißt, dass jeder Kunde eine auf sein individuelles Risiko- und Anlageprofil zugeschnittene Lösung erhält. Passende Produktlösungen hat beispielsweise Union Investment, unser Fondspartner aus der genossenschaftlichen
Finanzgruppe.“

 

Erschienen am 21.05.2014 in der SZBZ