„Morgen kann kommen“-Konzert mit den Fantastischen Vier

„Ich hab‘ mir schon schlimmere Sachen reingepfiffen“

Die Fantastischen Vier haben dem historischen Gemäuer des Kloster Hirsau mächtig eingeheizt: Über 900 Volksbank-Mitglieder und -Kunden genossen einen Spätsommerabend, wie man ihn sich nicht besser hätte wünschen können. „Geiles Wetter, geile Leute. Lasst uns picknicken“, kündigte Michi Beck einen Fanta-Klassiker an.

Die Security bekam kurz vor halb sechs von Produktionsleiter Benny Sill letzte Instruktionen. „Luca-App und 3G – so schwer ist das nicht“, fasste er seine Einweisung zusammen. Um 18 Uhr waren fast 300 der insgesamt knapp 1.000 Besucher schon eingetroffen.

 

In bester Laune traf man bereits am Nachmittag Thomas D in Hundebegleitung an. Für ein Foto mit einem Fan nahm er sich Zeit. Als dieser später zu den anderen drei Fantas wollte, zögerte Thomas D zunächst. Um lächelnd einzulenken: „Heilandzack, dann kommsch halt gschwind mit.“

 

Einlass ohne Luca-App bedeutet: Personalausweis zeigen. Mitveranstalter Jürgen Ott von concetera nahm den einen oder anderen Stolperstein gelassen. „Wie immer das Anfangschaos.“ Als ein Bürger seine Finanzamt-Unterlagen abgeben wollte, war der Zugang bereits dicht. Ein Security-Mitarbeiter schob den Umschlag pflichtbewusst in den Briefkasten

Füreinander – miteinander. Sowohl die Vereinigte Volksbanken eG als auch die Raiffeisenbank im Kreis Calw hatten sich für ein „Morgen kann kommen“-Konzert in der historischen Klosterruine Hirsau beworben. „Ohne die beiden Banken wären wir heute nicht hier in dieser wunderschönen Location“, war auch BVR-Vertreter André Musalf vom Ambiente angetan.

 

Als sich die schnuckelige Konzertarena langsam füllte, war vielen Besuchern die Vorfreude bereits ins Gesicht geschrieben. „Die Fantas hier heute Abend – was kann es Besseres geben?“, sagte ein Besucher.

 

Nachdem BVR-Markenchef André Musalf die Besucher begrüßt hatte, meldeten sich Karl-Heinz Walz (Raiba) und unser Regionalvorstand Michael Rapp zu Wort. „Es ist einfach schön, dass wir nach so langer Zeit wieder zusammen feiern können“, so Rapp unter zustimmendem Applaus.

 

Time for Show: Pünktlich um 19.44 Uhr betrat And.Ypsilon als Erster der Fantas zusammen mit der sechsköpfigen Band die Bühne. „Hirsau, jetzetle“, rief Thomas D, der zusammen mit Michi Beck und Smudo den Opener „Was geht?“ zum Besten gab.

 

Also sprach Smudo: „Wer hätte gedacht, dass die Banken und wir mal gemeinsame Sache machen würden“, sinnierte er. „Das ist ja keine Bank wie jede andere“, lenkte Thomas D korrekterweise ein. Stimmt ja auch: Nur wer immer zuversichtlich nach vorne schaut, kann 170 und älter werden…

 

Schwäbische Pink Floyd: Thomas D verglich den Auftritt inmitten der Klosterruine mit dem legendären Konzertfilm der britischen Psychedelic-Rocker, welcher im Amphitheater Pompeji gedreht wurde.

 

Tag am Meer: Der sommerliche Abend, die Musik und die entspannten Besucher konnten den Eindruck vermitteln, tatsächlich einen Tag am Meer zu verbringen. Für den Fanta-Klassiker spielte Smudo mangels eines Ozeans die Geräusche auf einem Percussion-Instrument nach.

 

Impfen ist gut, findet Smudo. Gerade für die Veranstaltungsbranche biete es wieder eine Perspektive. Verständnis äußert er für diejenigen, die es dennoch nicht tun – konnte aber beruhigen: „Ich habe mir schon schlimmere Sachen reingepfiffen als den Impfstoff.“

 

Schon recht früh intonierten die Fantas ihren ersten Hit „Die da?!“ von 1992. „So hat alles angefangen damals – für die Allgemeinheit. Für uns hat damit Vieles aufgehört“, kommentierte Thomas D.

 

Camping statt Hotel: Thomas D reiste mit einem seiner Hunde im Wohnmobil an. Dort stand immer eine Schüssel Wasser parat. Am Morgen nach dem Konzert geht es erstmal nach Hause in die Eifel, ehe am Freitag das nächste „Morgen kann kommen“-Konzert in Bayern wartet.

 

Harry Potter des Rap, wie Michi Beck sich selbst bezeichnete. Auch wenn der Zauber ausblieb, war es ein zauberhafter Abend. Das ließ sich schon nach weniger als der Hälfte des Konzertes feststellen.

 

Ernten was wir säen: Der fast siebenminütige Rocker war eines der Höhepunkte an diesem Abend und endete in einem fulminanten Gitarreninferno von Markus Birkle.

 

Nach 90 Minuten war Schluss – vorerst. Die 900 Kehlen verlangten nach „Zugabe“ und wurden prompt bedient. „Hitisn“ und die VfB-Hymne „Troy“ beendeten einen unvergesslichen Abend.

 

Von allen Songs, die an diesem Abend gespielt wurden, fasste der Hit „Zusammen“ den Abend am besten zusammen: „Komm, lass n’bisschen zusamm‘ bleiben / Komm lass und alles miteinander teilen“. Könnte der neue Geno-Hit werden.

 

In folgenden Orten gibt es noch mehr exklusive Konzerte "Der Fantastischen Vier":  Talstation der Jennerbahn in Schönau am Königssee (10.09.), Harzer Bergtheater in Thale (12.09), die Turnierwiese bei Manderscheid/Eifel (18.09.) und die Museumsinsel Schloss Gottorf in Schleswig (26.09.).

 

Ein Foto noch: Smudo war inklusive Weinkelch bereits in den abgedunkelten Van gestiegen, als er sich für ein paar Fotos doch noch herausschälte. Michi Beck beglückte kurz noch ein paar Fans außerhalb des Backstage-Bereiches.

 

Rein kollegial betrachtet lieferte „der stille Fanta“ And.Ypsilon, bürgerlich Andreas Rieke, den Service des Tages. Ein paar der Bandmusiker nahm er auf der Heimfahrt gen Stuttgart im eigenen Wagen mit. Ein weiterer Beleg, dass die Fantastischen Vier und Genossenschaftsbanken gut zusammenpassen.

 

Autor: Matthias Haug, Vereinigte Volksbanken eG, 08.09.2021